WELCHES LICHT FÜR EIN ATELIER?


Wer für seine künstlerischen Bestrebungen den Luxus eines eigenen Ateliers hat, möchte sich seine Arbeit hier natürlich nicht durch minderwertige Beleuchtung erschweren lassen. Aber so umfassend die ausgeübten Tätigkeiten sein können, so umfangreich sind auch die verschiedenen Lampen und Leuchten, die man hier einsetzen kann. Wir haben das wichtigste Zusammengefasst

Das eigene Studio ausleuchten

Ein Studio, vom lateinischen „studere“ – Studieren oder Eifern, ist gemeinhin das Arbeitszimmer eines Künstlers. Wir verbinden das Wort heute in erster Linie mit einem Musikstudio, in dem Tonaufnahmen produziert werden, oder einem Fotostudio, in dem wir uns für neue Passbilder und Co. ablichten lassen. Und natürlich sind uns auch die Filmstudios in Hollywood ein Begriff.

Tatsächlich bezeichnet man damit jedoch viele weitere künstlerische Schaffensräume: So verwenden man diese Bezeichnung in der Architektur, Malerei, Töpferei, Bildhauerei, Schnitzen und Holzbearbeitung, Grafikdesign, Animation, Rundfunk- oder Fernsehproduktion oder für den Arbeitsraum von Tänzern.

Das französische „Atelier“ hat dabei die gleiche Bedeutung, ergänzt diese aber zusätzlich noch speziell um den Bereich der Mode/des Modedesigns.

Während es unmöglich ist, einen einzelnen Raum für all diese Aktivitäten einzurichten, kann man für die Beleuchtung, unabhängig von der genauen Disziplin, einige klare Aussagen treffen: die Lichtqualität muss hochwertig und hell sein und Farben exzellent wiedergeben – Letzteres kann jedoch für Tänzer und Musiker zurückgestellt werden. Darüber hinaus sollten alle Bereiche des Studios gut ausgeleuchtet sein und keine dunklen Ecken entstehen.

Die Wahl der richtigen Beleuchtung

Egal, ob sie bei Nacht malen oder tagsüber Skulpturen gestalten: die Beleuchtung muss auch an trüben Tagen oder bei Dunkelheit für beste Lichtverhältnisse sorgen. Nur so können Sie sich und ihren Arbeitsprozess ideal entfalten lassen.

ei der Wahl der richtigen Beleuchtung stellen sogenannte Vollspektrumlampen die beste Option dar. Sie erhalten ihren Namen von der Eigenschaft, das gesamte Spektrum des Lichtes – oder zumindest ziemlich viel davon – wiederzugeben. Aufgrund dieser Lichtqualität kennt man sie auch unter dem Begriff „Tageslichtlampen“. Dieser wird allerdings auch im Bereich der Lichttherapie verwendet. Wie Sie sicher bereits bemerkt haben, ist die Kategorisierung und Benamung hier eher schwammig.

Auch die Tatsache, dass verschiedene Anbieter den Vollspektrum-Begriff für unterschiedlich performante Lampen einsetzen, erschwert die Auswahl zusätzlich. Da die Orientierung an diesen groben Kategorien so fast unmöglich wird, müssen wir uns die Eigenschaften einer geeigneten Leuchte im Detail ansehen.

Eigenschaften einer idealen Studiobeleuchtung

Um eine akkurate Beleuchtung unterschiedlicher Farben zu sichern, müssen wir den Farbwiedergabeindex (CRI) genauer betrachten. Hierbei hat die Sonne einen CRI von 100 und ist somit ideal. Mit einem CRI von 80 bis 100 sind die klassischen Glühbirnen oft die beste künstliche Lichtquelle. Sie zeigen besonders lebendige, natürliche Farbtöne. Andere Leuchtmittel können mit unterschiedlichen CRI Werten aufwarten.

Daneben ist auch die Farbtemperatur (Korrelierte Farbtemperatur = CCT) von großer Bedeutung. Kaltes Licht mit einem hohen Kelvin Wert neigt dazu, Objekte blau einzufärben. Zu warmes Licht mit geringen Kelvin Zahlen führt hingegen zu einem überbetonen von Rot- und Gelbtönen.

Für ein ausgewogenes Temperaturverhältnis ist ein Richtwert von 5500 K zu empfehlen – dies entspricht der Mittagssonne. Wenn Sie jedoch kälteres Licht bevorzugen, sollten Sie jenseits der 7500 Kelvin mit der Suche nach der idealen Beleuchtung beginnen.

Bei all diesen Überlegungen ist die Anzahl der Leuchten nicht zu vergessen. An diesem recht offensichtlichen Punkt scheitern viele gut gemeinte Einrichtungsversuche. Stellen Sie sicher, dass genug Leuchtmittel im Raum vorhanden sind und alle Bereiche gleich gut ausgeleuchtet sind. Auch bei der Schaltung, also der Frage, welche Lampen gleichzeitig ein- und auszuschalten sind, sollten Sie nicht sparen.

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