Welches Licht ist gesund?


Licht kann auf viele Arten wirken. Erleuchten, blenden aber auch durch Wärme heilend wirken. Gesundes Licht ist oftmals ein Licht das unterstützend auf den Körper wirkt um z.b. einen Heilungsprozess zu beschleunigen oder Symptome zu lindern.

Das beste Beispiel – die Infrarotlampe

Dieses sendet Infrarotlicht aus, welches stark wärmend wirkt. Diese Infrarotstrahlung bzw. dieses Infrarotlicht wird oft in der Sportmedizin eingesetzt, um z. B. einzelne Körperstellen zu erwärmen und so darunter liegendes Gewebe zu erreichen. Es soll bezweckt werden, dass sich das Gewebe oder auch Muskeln entspannen können oder schmerzende Muskeln abgemildert werden. Auch bei Wundheilstörungen oder Autoimmunerkrankungen wird Infrarotstrahlung eingesetzt1. Ein Spezialfall sind Infrarotkabinen, in denen unterschiedliches Infrarotlicht in unterschiedlichen Strahlungskombinationen und Wellenlängen erzeugt werden können1.

Erklärvideo Wirkung von Infrarotlicht

Die Tageslichtlampe

Das Licht einer Tageslichtlampe ist zwar nicht direkt gesundes Licht, kann aber zu einem entspannten Aufwachen am Morgen führen. Diese Lampe und deren Licht wird genutzt um ein langsames erwachen aus dem Schlaf oder Tiefschlaf zu erreichen. Ohne aggressives Weckergeräusch oder direkt zu grelles Licht. Die meisten Tageslichtlampen haben eine Dimmfunktion, die sich langsam hochfährt, bis zum Zeitpunkt, an dem der Wecker normalerweise läuten würde.

So wird der Körper langsam an das Tageslicht herangeführt und kann so aktiver den Tag starten, da man nicht direkt aus z.b. einer Tiefschlafphase gerissen wird. Oft werden Tageslichtlampen auch zu allgemeinen Beleuchtung genutzt.
Spezielle Fälle stellen beispielsweise eine Depression dar, bei der den Patienten Tageslichtlampen empfohlen werden, welche sich positiv auf das allgemeine Wohlbefinden auswirken soll2.

Beitrag des Hessischen Rundfunks über Tageslichtlampen im Winter

Das Sonnenlicht

Das Sonnenlicht begleitet uns seit jeher. Seit es Menschen gibt, ist Sonnenlicht die erste Licht- und Wärmequelle. Darauf ist der Mensch gepolt. Dementsprechend ist das natürlichste und erwartbar gesündeste Licht auch das Sonnenlicht beziehungsweise das Tageslicht.

Das Sonnenlicht gibt nicht nur Wärme, sondern auch die Energie, um zum Beispiel selbst im Körper das Vitamin D zu produzieren, welches äußerst wichtig für den Knochenstoffwechsel und viele weitere Körperfunktionen ist.3

Die Sonne ist essenziell für unseren Stoffwechsel und für unser Immunsystem. Gerade in der dunklen Winterzeit ist es wichtig, »ganz bewusst die Sonne zu nutzen«.

Der menschliche Körper kann Vitamin D nur mit Hilfe von Sonnenlicht in seine aktive Form umwandeln. Das gilt besonders für Menschen mit hellerer Haut: Sie produzieren bei Sonnenschein zehnmal mehr Vitamin D als Menschen mit dunklerer Haut.

Sonnenlicht scheint sogar bei Brustkrebs zu helfen4

Um die Auswirkungen des Sonnenlichts auf das Brustkrebsrisiko zu untersuchen, bildeten Forscher der University of Southern California und der Wake Forest University zwei Gruppen. 1788 Teilnehmerinnen hatten Brustkrebs, während 2129 Frauen als Kontrollgruppe dienten. Alle Frauen lebten in San Francisco und hatten unterschiedliche Hauttypen.

Wie viel Sonneneinstrahlung bekommen Sie? Es könnte ein entscheidender Faktor dafür sein, ob Sie an Brustkrebs erkranken oder nicht.

Das geht aus neuen Forschungsergebnissen hervor, die ergaben, dass Frauen mit heller Haut, die regelmäßig der Sonne ausgesetzt waren, weniger als halb so häufig an Brustkrebs erkrankten wie ihre hellhäutigen Kollegen, die mehr Zeit in Innenräumen verbrachten. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass Vitamin D ein Schlüsselfaktor dafür war, ob sich Brustkrebs entwickelte oder nicht.

Laut den Forschern kann Vitamin D helfen, das Wachstum von Brustkrebszellen zu verlangsamen.

Gerade weil viele Risikofaktoren für Brustkrebs unvermeidlich sind, sind unsere Erkenntnisse so wichtig, weil sie eine der wenigen kontrollierbaren Ursachen identifizieren.

Sue Ann Ingles, Co-Autorin / https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17934201/

Das Licht einer Glühlampe

Die Glühbirne als erste mit Strom betriebe Leuchtquelle, hat uns lange Zeit mit dem orangen anmutenden Licht geprägt. Sie war nicht sehr effizient, hat aber einen ähnlichen Farbton wie das Feuer, welches vor Millionen von Jahren von den, sich stets weiterentwickelnden Bewohnern genutzt wurde. Die Glühbirne hat mit deren Licht lange Zeit dieses wohlige Orange in Häuser und deren Zimmer gebracht. Gleichzeitig hatte man den Effekt der Erwärmung, da ca. 95 % der genutzten Energie in Wärme umgewandelt wurde.

Hier passend zum Thema: Gesundes Licht an verschiedenen Orten:

Gesundes Licht am Arbeitsplatz

Wie hell sollte eine Schreibtischlampe sein?

1 https://www.bfs.de/DE/themen/opt/anwendung-medizin-wellness/infrarot/infrarot_node.html;jsessionid=1C22C31F0DD8F80B0F48BBADE441CCDF.2_cid365
2 https://link.springer.com/article/10.1007/s11298-018-6477-8
2 https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/inm.12264
3 https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Vitamin_D/Vitamin_D_FAQ-Liste.html
4 https://www.universityofcalifornia.edu/news/could-vitamin-d-lower-your-risk-breast-cancer#:~:text=Studies%20suggest%20higher%20blood%20levels,decreasing%20risk%20of%20breast%20cancer.

Bild von Николай Оберемченко auf Pixabay

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